Wer seinen Hund bei sommerlichen Temperaturen im geparkten Auto zurück läßt, riskiert das Leben des Tieres!
Mal eben schnell im Supermarkt die fehlende Zutat fürs Mittagessen holen. Was sich so selbstverständlich und nicht weiter dramatisch anhört, könnte bei folgendem Szenario schnell zu einem Drama werden: Außentemperatur 28 Grad – der Hund ist im Auto geparkt – die Sonne scheint – Schlange an der Kasse – aus fünf Minuten werden fünfzehn. Der Hund im Auto hechelt um sein Leben …



Leider ist es immer wieder Realität, dass Hunde bei hochsommerlichen Temperaturen im Auto zurückgelassen werden. Schon fünfzehn Minuten können für das Tier lebensgefährlich werden, denn bei einer Außentemperatur von 28 Grad herrschen im Wageninneren bereits 40 Grad. In der prallen Sonne wird es im Auto schnell so heiß wie im Backofen mit bis zu 70 Grad – ein offenes Wagenfenster nützt da überhaupt nichts. Auch ein Parkplatz im Schatten kann schnell zur Todesfalle werden: Die Sonne wandert, und schon eine halbe Stunde reicht aus, dass das Tier einen Hitzschlag bekommen kann.

Allen Warnungen zum Trotz müssen jedes Jahr wieder in dramatischen Rettungsaktionen Hunde von der Polizei aus Autos befreit werden. Oft kommt jede Hilfe für das Tier zu spät. Der Grund für die Hitzeempfindlichkeit: Hunde haben – außer an den Pfotenballen – keine Schweißdrüsen und können die Körpertemperatur nicht wie wir Menschen über die Haut regulieren. Sie können ihre Körpertemperatur nur senken, in dem sie durch Hecheln Verdunstungskälte erzeugen. Diese wird allerdings nur auf der kleinen Zungenfläche wirksam und kann den Organismus bei extremen Außentemperaturen nicht vor Überhitzung schützen.



Besonders gefährdet sind darum die brachycephalen, also kurznasigen, Rassen. Möpse, Bulldogen oder Pekinesen haben z. B. viel zu enge Nasenöffnungen und leiden oft schon bei normalen Temperaturen unter Atemnot. Sie können an heißen Tagen auch außerhalb des Autos schnell einen Hitzekollaps bekommen und sollten daher am besten in den kühleren Morgen- und Abendstunden ausgeführt und keinen Belastungen ausgesetzt werden.

Wie erkennt man einen Hitzschlag?
• Verstärktes Hecheln, Erbrechen, Durchfall, Apathie, Taumeln oder Krämpfe.
• Das Tier unverzüglich an einen kühlen und schattigen Ort bringen; ist der Hund bei Bewusstsein, sofort Wasser anbieten.
• Um das Tier allmählich abzukühlen, am besten in eine feuchte Decke legen oder vorsichtig zuerst die Beine und dann den Körper befeuchten.
• Ein Hitzschlag ist ein Notfall! Es muss unverzüglich ein Tierarzt aufgesucht werden, auch dann, wenn sich der Hund bereits etwas erholt hat.
• Wenn Sie beobachten, dass ein Hund in einem Auto eingesperrt ist, das in der Sonne steht, rufen Sie die Polizei!

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