- der biologische Sinn ist erreicht, wenn die Tiere so viele Nachkommen produziert haben, dass die Erhaltung der Art gesichert ist. Wölfe weisen häufig eine Mangelernährung auf. Die meisten Wölfe erreichen in der freien Natur nur ein Alter von wenigen Jahren (meistens nicht mehr als 5) – im Gegensatz zu Haushunden, die häufig über 10 Jahre alt werden. Die Annahme, dass eine gewissermaßen „ursprünglichere“ Fütterung, wie sie der Vorfahre Wolf aufgrund seiner Lebensweise betreiben muss, für unsere Haushunde gesünder wäre, ist demnach nicht nachvollziehbar.

Dennoch werden immer mehr Hunde geBARFt. BARF war ursprünglich die Abkürzung von „Born-Again-Raw-Feeders“ und wurde dann in „Bone And Raw Feeding“ umgemünzt. Im Deutschen wird der Begriff als Abkürzung von „Biologisch-Artgerechter Rohfütterung“ verwendet. Die Futterrationen bestehen dabei meist aus einer wechselnden Mischung von rohem Fleisch, Knochen und Gemüse garniert mit etwas Pflanzenöl.

Beim Barfen bekommt der Hund nur bestimmte Teile - häufig einen hohen Muskelfleischanteil und nur bestimmte Innereien, sowie etwas grob geraspeltes Gemüse - angeboten. Einer Ganzkörperfütterung entspricht dies nicht, so dass diese Art der Fütterung in der Regel, ohne Ergänzung der fehlenden Nährstoffe, nicht bedarfsdeckend ist. Der Wolf ist ein „Ganzkörperfresser“ und frisst meistens seine Beute komplett auf. Hierbei nimmt er z.B. auch angedaute Darminhalte, zumeist aus pflanzlichen Zusammensetzung, Gehirn, Blut, Knochen- und Knorpelfragmente oder Haare auf.



Der Hund weist im Gegensatz zum Wolf aufgrund eine veränderte Genexpression auf. Dies wird als eine Anpassung des Hundes im Laufe des seit Jahrtausenden von Jahren währenden Zusammenlebens von Hund und Mensch an die stärkereiche Nahrung des Menschen angesehen – somit ist eine getreidefreie Ernährung tatsächlich nur für die verschwindend geringe Anzahl von Hunden, die tatsächlich an einer Glutensensitvität leiden, empfehlenswert.

Eine sogenannte natürliche Fütterung wie BARFen ist nicht gleichzusetzen mit einer idealen Fütterung stellt die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. TVT kürzlich in Stellungnahme fest.

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